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PostHeaderIcon Zur Geschichte der Kapelle

Die Geschichte der Kapelle

Die Kapelle Am Stockweg ist im ersten Jahrzehnt des 20. Jh. als erste Friedhofskapelle für Harleshausen im Stil des Historismus errichtet worden. Sie erlitt während des letzten Weltkriegs durch Sprengbomben starke Schäden, wobei sie insbes. ihre bleiverglasten Fenster verlor.

Wegen der Errichtung einer neuen Friedhofskapelle an anderer Stelle des Harleshäuser Friedhofs wurde die Kapelle Am Stockweg entwidmet und ihre Erhaltung vernachlässigt. Ihre Lage dicht am Ortskern von Harleshausen und ihre Bedeutung für diesen Ortsteil ließen es nicht zu, sie dem Verfall preiszugeben.

Aufgrund ihrer stilistischen Eigenheit konnte ihr Eintrag in das Denkmalbuch erreicht werden. Seitdem hat sich unser Verein unter besonderem persönlichen Einsatz einiger Mitglieder bemüht, das Gebäude zu erhalten. Er hat es inzwischen mit großem Aufwand hergerichtet und als Kommunikations- und Begegnungszentrum konzipiert.

Mittlerweile finden in der Kapelle die verschiedensten Veranstaltungen wie familiäre Feiern, Beisammensein im Anschluss an Beerdigungen, Ausstellungen, Konzerte und Lesungen, ja sogar Basare und Flohmärkte, statt.

Die Ehrenplakette der Stadt Kassel

Am 04. 02. 2014 wurde dem Kapellenverein (Verein zur Erhaltung der ehemaligen Friedhofskapelle) in Harleshausen die Ehrenplakette der Stadt Kassel durch Oberbürgermeister Bertram Hilgen verliehen.

In einer von drei jungen Musikern mit Geigenmusik festlich gestalteten Veranstaltung in der Kapelle am Stockweg dankte der Oberbürgermeister allen, die sich in den vergangenen 16 Jahren gegen den Verfall und für die Erhaltung der 1910 erbauten Kapelle engagiert haben überreichte stellvertretend für alle Mitglieder, Helfer und Sponsoren dem Vorsitzenden Rolf Baumbach die Ehrenplakette der Stadt Kassel und die dazugehörige Urkunde .

Auch ein Blumenstrauß wechselte den Besitzer zur „treuen Seele der Kapelle“, Luise Opiolla.

Zahlreiche der 120 Vereinsmitglieder, darunter auch viele Gründungsmitglieder, sowie Freunde, Gönner und Gäste freuten sich über die lobenden Worte des Oberbürgermeisters, des Ortsvorstehers Reinhard Wintersperger und des Leiters der Friedhofsverwaltung Jürgen Rehs.

Das bürgerschaftliche Engagement und der Einsatz für den Ortsteil wurden besonders herausgestellt. Ein Schmuckstück wurde in Harleshausen wieder hergestellt und steht den Bürgern zur Verfügung. Eines aber wurde auch betont: Die Kapelle sollte nun auch von den Harleshäusern genutzt werden, da sie kein Museum ist. Von Trauernachfeiern, privater Nutzung für Feste und Feiern bis hin zu angebotenen kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen lässt sich die Kapelle vielfältig nutzen (weitere Informationen in einem Flyer, den man bei einem Spaziergang vor der Kapelle mitnehmen kann).

Gesellig klang der Nachmittag dann bei Getränken und kleinen Speisen aus. Viele Erinnerungen wurden an den von Horst Mand hergerichteten Bildtafeln über die Entwicklung der Kapelle ausgetauscht und neue Kontakt geknüpft. Alles in allem ein schöner Tag für den Kapellenverein.

Dietmar Schaub